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Schneckehisli

Schneckehisli-Figur der Narrenzunft Zell am Harmersbach

Dicht besetzt mit echten Schneckenhäusern — benannt nach seinem Erfinder, der als "Schneckenhans" in die Zeller Fasend-Geschichte einging.

  • Eingeführt vonJohann Nepomuk "Hans" Beck
  • Wiederbelebt1933
  • MerkmaleEchte Schneckenhäuser, hölzerne Streckschere
Hoorig isch die Katz

Der Erste, der in Zell den Schneckenhüslinarro vorführte, war ziemlich sicher Johann Nepomuk Beck — geboren am 22. März 1840 als eines von acht Kindern des damaligen Sonnenwirts Hieronymus Beck. Kurz "Hans" gerufen, starb er am 28. Mai 1903 plötzlich an einem Schlaganfall. Familienüberlieferung berichtet, er sei ein echtes Unikum gewesen, bekannt für seine Späße — und genau deshalb bekam er den Beinamen "Schneckenhans".

1933 tauchte der Schneckenhüslinarro dann fest etabliert in der Zeller Fasend auf — gemeinsam mit dem Spielkartennarro eine der beiden "jüngeren" Figuren, die sich zwischen den beiden Weltkriegen dem altehrwürdigen Bändele anschlossen, ohne dabei je als fremdes Element zu wirken.

Wie sehr die Zeller Narrengestalten mittlerweile als Kulturgut gelten, zeigt sich auch daran, dass Schneckenhüsli- und Spielkartennarro heute als Modelle im Zeller Heimatmuseum im Storchenturm, im Stuttgarter Landesmuseum und im Narrenschopf in Bad Dürrheim ausgestellt sind.

Das Häs selbst ist dicht mit echten Schneckenhäusern besetzt — ein aufwendiges, geduldiges Handwerk. Als Utensil trägt der Schneckenhüslinarro eine hölzerne, ausziehbare Streckschere, mit der er sich gerne blitzschnell durch die Zuschauermenge "streckt".